Zollabfertigung, Zölle und Steuern: die Grundlagen für Onlinehändler

Februar 23, 2022
Zollabfertigung, Zölle und Steuern: die Grundlagen für Onlinehändler

Die Bedingungen für Onlinehändler waren noch nie so gut wie heute. Die Online-Umsätze steigen von Jahr zu Jahr, da die Kunden die Vorteile einer nahezu grenzenlosen Vielfalt an Produkten genießen, die bis an ihre Haustür geliefert werden können. Diese guten Nachrichten für E-Commerce-Händler können sich jedoch im Hinblick auf Internationalisierungsmöglichkeiten etwas komplizierter gestalten. 

Der grenzüberschreitende Versand in europäische Märkte außerhalb der Europäischen Union bedeutet, dass Sie sich mit unterschiedlichen Vorschriften bezüglich folgender Themenbereiche auseinandersetzen müssen: Zollabfertigung, erforderliche Unterlagen, Steuern und Abgaben. Hier lässt sich leicht der Überblick verlieren. Die Verwaltung von Retoursendungen aus diesen Ländern kann ebenfalls Komplikationen mit sich bringen.

Die Komplexität der Zollgrenzen kann Onlinehändler davon abhalten, in interessante Märkte zu expandieren, vor allem, weil sie Bedenken haben, die Gebühren an die Käufer weitergeben zu müssen. Aber wenn Sie die Vorschriften kennen und den richtigen Partner haben, ist der grenzüberschreitende Versand von Waren sowohl möglich als auch profitabel.

New call-to-action

Welche Länder in Europa haben Zollgrenzen?

Mit dem Brexit haben sich einige weitreichende Änderungen ergeben. Das Vereinigte Königreich gilt nun als „Drittland“ und ist daher nicht mehr Teil der EU-Wirtschaftsstrukturen. Die Schweiz ist ebenfalls ein Nicht-EU-Land, aber als Mitglied der Europäischen Freihandelsunion gelten dort einfachere, wenn auch spezifische Vorschriften für Sendungen in das Land.

Für den  Versand in die Schweiz sind Erklärungen erforderlich, die die oben aufgeführten Daten enthalten. Es gibt jedoch keinen wertabhängigen Zollsatz. Der von den Onlinehändlern zu entrichtende Betrag errechnet sich vielmehr auf der Grundlage von Gewicht und Tarifnummern. Ausgenommen hiervon sind Produkte, die außerhalb der EU hergestellt wurden und auf die Zollgebühren erhoben werden. Außerdem ist für nicht-schweizerische Unternehmen eine Registrierung für Verkäufer mit einem weltweiten Umsatz von über 100.000 CHF erforderlich.

Die Komplexität der Zollgrenzen kann Onlinehändler davon abhalten, in interessante Märkte zu expandieren.

Wie werden Zölle und Steuern berechnet?

Zunächst ist es wichtig, den Unterschied zwischen Zöllen und Steuern zu verstehen. Zölle sind eine Art von Steuern, die auf Waren erhoben werden, die in ein Land ein- oder aus einem Land ausgeführt werden. Steuern sind Abgaben, die das importierende Land auf fast alle Käufe erhebt. Sowohl Zölle als auch Steuern tragen zu den Gesamtkosten des Produkts bei.

Zölle werden vom Zoll als Staatseinnahmen erhoben. Vereinfacht ausgedrückt, schützen sie die lokalen Industrien, die die gleiche Art von Waren herstellen, indem sie die Kosten der eingeführten Produkte für den Kunden erhöhen. Die meisten Zölle werden vom Importeur gezahlt und zu den Kosten der verkauften Waren hinzugerechnet, einschließlich der Versand- und Bearbeitungsgebühren und einer eventuellen Versicherung.

Steuern werden ebenfalls vom Zoll erhoben, wenn Waren in ein Land eingeführt werden. Sie werden vom Importeur bezahlt. Dazu gehören die Umsatzsteuer, die Mehrwertsteuer (MwSt.) sowie die Waren- und Dienstleistungssteuer. Die Steuersätze variieren von Land zu Land und errechnen sich unter anderem auf der Grundlage der Kosten der verkauften Waren, der Frachtkosten und anderer Ausgaben.

Alle Zölle und Steuern basieren auf den Steuersätzen des Bestimmungslandes und – wie zuvor erwähnt – den Angaben auf Ihrer Rechnung, die Art und Wert der Waren, Gewicht und Herkunftsland enthalten müssen. Fehlende Angaben auf der Rechnung können den Versand verzögern und dazu führen, dass falsche Beträge erhoben werden.

Onlinehändler berechnen ihre Zölle und Steuern anhand der veröffentlichten Sätze des Bestimmungslandes. Die Tarife variieren je nach Art der Ware und können auf den Websites der Regierungen der einzelnen Länder eingesehen werden. Sowohl Zölle als auch Steuern müssen bezahlt werden, bevor die Waren vom Zoll freigegeben werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, einen effizienten und zuverlässigen Partner für die Zollabfertigung zu haben.

Die besten Logistik-Partner verfügen über etablierte Beziehungen zu Liefernetzwerken in jedem Land.

Worauf Sie bei einem Partner für die Zollabfertigung achten sollten

Ziel eines guten Zollabfertigungspartners ist es, E-Commerce-Händlern Zollerklärungsprozesse zu erleichtern. Die hieraus für die Händler entstehenden Vorteile sind die anfallenden Kosten in jedem Fall wert und ermöglichen es E-Commerce-Unternehmen, von den wachsenden Märkten innerhalb und außerhalb der EU zu profitieren. Die besten Partner verfügen über etablierte Beziehungen zu Liefernetzwerken in jedem Land, in dem Sie Geschäfte machen. Wenn Sie mit solchen Top-Partnern kooperieren, stellen Sie sicher, dass die landesspezifischen Vorschriften (sowie die Lieferpräferenzen der Kunden) erfüllt und Ihre Lieferversprechen eingehalten werden.

Sie wünschen sich einen Partner, der alle Belange der Import- und Exportzollabfertigung für Sie übernimmt. Einen Partner, der von Anfang an klar und deutlich sagt, was er für diese Dienstleistungen berechnet, sodass Ihr Unternehmen diese Kosten zum Zeitpunkt des Verkaufs einkalkulieren kann. Wählen Sie einen Partner mit einer einfach zu bedienenden digitalen Plattform – ein Dashboard, auf dem Sendungsinformationen hochgeladen und alle Dokumente digital verwaltet und nachverfolgt werden können, um den grenzübergreifenden Versand zu beschleunigen und Lieferverzögerungen zu vermeiden.

Sie möchten außerdem einen Partner, der Ihre Kunden über die Lieferung auf dem Laufenden hält und der Retoursendungen abwickeln kann. Kooperieren Sie mit Partnern, die Ihnen die Option von Sammelsendungen und gebündelten Zollabfertigungsdokumenten für die jeweiligen Bestimmungsländer bieten, und profitieren Sie so zudem von erheblichen Kosteneinsparungen und einer einfacheren Sendungsnachverfolgung.

Versand und Zollabfertigung leicht gemacht – mit Seven Senders

Wenn Sie mit einem Partner zusammenarbeiten, der sich mit Zollabfertigung, Zollerklärungen und länderspezifischen Vorschriften bestens auskennt, können Sie mehr Umsatz erzielen, das Risiko, dass Lieferungen für die Einfuhr blockiert werden, verringern und bei Bedarf einfach zu verwaltende Retoursendungen vornehmen. Das bedeutet effizientere Abläufe für Onlinehändler und höhere Kundenzufriedenheit für mehr Kunden.

Beyond Borders, das ist die gemeinsame Lösung von Seven Senders und seinem Partner MS Direct für den Versand und die Zollabfertigung in europäische(n) Länder(n) außerhalb der EU-Zollunion. Die Beyond Borders-Lösung vereinfacht Ihre grenzüberschreitenden Geschäfte, indem sie sich um Ihre gesamte Inbound- und Outbound-Logistik kümmert, die digitale Zollabfertigung und die rechtliche Vertretung (falls erforderlich) übernimmt und ein Dashboard mit einem vollständigen Überblick über all Ihre grenzüberschreitenden Aktivitäten bereitstellt. Und das Beste: Sie können Ihre Kunden innerhalb von 48 Stunden aus der EU beliefern, ohne dass ihnen zusätzliche Kosten entstehen.

Kontaktieren Sie uns, um mehr zu erfahren!

Abonnieren Sie unseren Blog
Abonnieren Sie unseren Blog

Danke

vielen Dank dass Sie unseren Blog abonniert haben.
Wir freuen uns, Sie über die neuesten Insights & Informationen aus der Delivery- und E-Commerce-Welt zur informieren.

Viele Grüße,

Ihr Seven Senders Team