Diese 6 Trends verändern Logistik- und E-Commerce schon 2021 langfristig

März 24, 2021
Diese 6 Trends verändern Logistik- und E-Commerce schon 2021 langfristig

Wer international wachsen und über Landesgrenzen hinaus versenden möchte, weiß, dass dies von vielen verschiedenen Faktoren abhängig ist und herausfordernd sein kann. Die neuen Trendthemen der Logistikbranche bieten Antworten, mit denen man vielen dieser Herausforderungen entgegenwirken kann. Seien Sie vorbereitet und werfen Sie schon heute einen Blick auf die Trends, die in der Logistik und im E-Commerce auf Sie zukommen könnten.

1. Die Erwartungen der Konsumenten steigen stetig

Durch immer wieder übertroffene Höchstleistungen im Logistikbereich erwarten Konsumenten auch von mittelständigen Onlineshops einen nachhaltigen und schnellen Versand ihrer Ware, der kostenlos ist und zur besagten Zeit bei ihnen eintrifft. Diesen Erwartungen gerecht zu werden, ist besonders zu Peakzeiten oder während der aktuellen Corona-Pandemie herausfordernd.

Onlineshops können sich einen klaren Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn Logistikprozesse und die Customer Journey an die Wünsche und Vorstellungen des Konsumenten angepasst sind und einen einmaligen Käufer zu einem treuen Kunden machen. So kann das Anbieten der Lieblings-Zahlmethode Onlineshops einen Anstieg der Conversion Rate im Check-out von bis zu 44 % einbringen.

Schwieriger ist es, den Logistikprozess optimal für seine Kunden zu gestalten, da jedes Land andere Anforderungen an den Versand hat. Mit verschiedenen lokalen Carriern in den unterschiedlichen europäischen Ländern kann dieses Ziel erreicht und jedes Bedürfnis erfüllt werden.

Durch das große Carrier-Netzwerk von Seven Senders können die vielen Carrier flexibel in schwierigen Zeiten agieren und Wünsche wie eine besonders CO2-arme Lieferung auf der letzten Meile erfüllen. Dabei ist die Lieferung durch die lokalen Carrier perfekt an die Gewohnheiten Ihrer europäischen Kunden angepasst und kann für die eine oder andere Empfehlung Ihres Onlineshops sorgen.

2. Der Wunsch nach Nachhaltigkeit besteht weiter

Nachhaltigkeit ist nach wie vor ein Trend sowie eine Anforderung der Konsumenten, welche auch in diesem Jahr ein wichtiges Thema bleiben wird. Wie die Studie E-Shopper-Barometer 2019 von DPD erkennen lässt, wollen Onlineshopper, dass ihre bestellte Ware einen kleinstmöglichen Einfluss auf die Umwelt hat.

66 Prozent der 23.000 Befragten aus 21 Ländern kaufen demnach lieber bei nachhaltigen Marken und Händlern. Auch wenn Cross-Border-Lieferungen und Nachhaltigkeit auf den ersten Blick nicht vereinbar zu sein scheinen, können gerade auf der letzten Meile interessante, neue Lösungen in Betracht gezogen werden.

Darunter zählt die Nutzung von Elektrofahrzeugen und Fahrradkurieren, die den CO2-Ausstoß während der Lieferung auf der letzten Meile auf ein Minimum bringen. Das sorgt nicht nur für einen positiven Beitrag zum Schutz der Umwelt, es kann auch kostengünstig gelöst werden. Diese beiden Varianten sind dazu sehr leise und eignen sich für den Versand in den Abendstunden.

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So kann die Lieferung auch an die gewünschten Zeiten von Menschen angepasst werden, die tagsüber arbeiten. Wenn jedes Paket beim ersten Versuch zugestellt wird, müssen zusätzlich keine unnötigen Mehrfachfahrten gemacht werden. Durch die Kommunikation mit dem Kunden können Lieferort und -zeit abgesprochen und unnötiges Ausstoßen von CO2 vermieden werden.

Zum Beispiel können Pakete nach Wunsch an PUDO-(Pick-up-Drop-off)-Stellen abgelegt und dann zum gewünschten Zeitpunkt vom Kunden abgeholt werden. So muss der Carrier den Weg nur einmal auf sich nehmen, und das Paket landet garantiert beim Kunden.

Konkrete Beispiele sind zum einen der italienischen Anbieter Milkman. Hier können Kunden anhand von Live-Tracking bis eine halbe Stunde vor dem angekündigten Liefertermin Ort und Zeitpunkt der Lieferung ändern, um das Paket sicher zu erhalten.

Ein weiteres Beispiel ist der Carrier Budbee. In Schweden, den Niederlanden, Finnland und Dänemark kündigt er seinen Kunden in einem Zeitfenster von einer Stunde die Ankunft ihres Pakets an. Eine weitere Möglichkeit ist die Lieferung an Sonntagen oder das Erhalten aller Pakete zu einem gewünschten Termin, um den CO2-Ausstoß gering zu halten. 

Ein hervorragendes Beispiel setzt ASOS. Der Fashion E-Tailer nutzt Seven Senders’ Service, mit dem seine Sendungen zusammengeführt und erst im Bestimmungsland an die Lieferpartner übergeben werden. So verlässt kein leerer Lkw dessen Lager, und unnötige Leerfahrten werden vermieden. Ein Vorteil für Umwelt und den Versandpreis.

3. Die Optimierung der letzten Meile

Die letzte Meile kann neben einer Verbesserung des Nachhaltigkeitsaspekts auch von einer generellen Optimierung profitieren. Sie ist der wichtigste Teil der Lieferkette, da sie einen direkten Touchpoint zum Kunden herstellt und die Kundenzufriedenheit beeinflusst.

Durch verschiedene Faktoren wie die Verkehrslage, besondere Kundenwünsche oder auch staatliche Vorschriften kann die Zustellung auf der letzten Meile ungewollte Schwierigkeiten hervorrufen, die eine negative Customer Experience zur Folge haben. Um dies zu vermeiden, sollten effiziente Lösungen in Betracht gezogen werden, mit denen die Erwartungen ihrer Kunden eingehalten oder bestenfalls übertroffen werden können

E-Commerce-Händler sollten bei der grenzüberschreitenden Lieferung wie die inländischen Marktführer performen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit einer Direct-Injection-Lösung kann dieses Ziel umgesetzt werden. Hierbei werden die Pakete für die Kunden gebündelt und gesammelt in das Zielland versendet. Dies sorgt für eine schnellere Zustellung, da die Ware in kein Zwischenlager gebracht werden muss und direkt zugestellt werden kann.

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Ein weiterer Trend für die letzte Meile sind Alternativen zu Trucks und Lkws. Drohnen oder Anbieter mit Lastenfahrrädern können dem Verkehr innerhalb großer Städte ausweichen und die Ware in einem genauen Zeitfenster liefern. Die Nutzung von Trams für den Paketversand wird derzeit bei dem Projekt LastMileTram in Frankfurt ausprobiert. 

Ungenutzte Orte in Großstädten werden künftig Teil der letzten Meile sein, wie zum Beispiel die Nutzung von Parkhäusern als Logistikfläche. Der Versand innerhalb großer Städte wird zunehmend komplizierter und teuer werden, daher muss effizient umgedacht und Ungenutztes für die Logistik nutzbar gemacht werden.

Die Optimierung der letzten Meile beinhaltet somit die nachhaltige, schnelle und zeitlich festgelegte Lieferung, die zudem günstig ist und jedes Mal aufs Neue vom Kunden angepasst werden kann. Dies kann durch ein breites Carrier-Netzwerk auch für Mittelständler Wirklichkeit werden und mithilfe eines Versandpartners sogar kostengünstig für Kunden und Unternehmen. 

4. Eine vereinfachte Kommunikation während der Lieferung

Wenn ein Kunde in Ihrem Onlineshop bestellt, möchte er stets darüber informiert sein, wo sich sein Paket befindet und wann es bei ihm ankommt. Hierzu gibt es für Onlineshops bereits Optionen, den Kunden mit vollautomatischen Benachrichtigungen auf dem neuesten Stand seiner Lieferung zu halten. Der Trend geht jedoch in Richtung leichtere Verfügbarkeit für den Kunden und beinhaltet die Verwendung bequemerer Kanäle.

Hier ist die Rede von Chat-Funktionen, die teilweise automatisiert und jederzeit verfügbar sind. Dabei stehen besonders Messenger wie WhatsApp oder der Facebook Messenger im Fokus. Auch eine Chat-Funktion in der eigenen App ist für viele Onlineshops eine interessante Möglichkeit, den Kontakt und damit auch die Bindung zum Kunden zu intensivieren.

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5. Der Einsatz von Blockchain für die gesamte Lieferkette

Nach viel Tumult um Blockchain könnte 2021 nun eine breite Einführung der Technologie in der gesamten Lieferkette wahr werden und diese transparenter und informationsreicher für alle Beteiligten machen. Es handelt sich dabei um eine spezielle Form der Datenbank, die dezentral organisiert und fälschungssicher ist.

Alle Teilnehmer haben Zugang zu dieser Datenbank, doch durch Kryptologie sind die Informationen als verschlüsselte Datenblöcke gespeichert. Für die Sicherheit spricht weiterhin, dass die Historie unveränderbar ist und Datenmanipulation sofort auffällt.

Nach einer automatischen Überprüfung werden Änderungen auf allen Rechnern gleichzeitig in Intervallen gespeichert und Daten und Transaktionen in einer fortlaufenden Kette von Blöcken angeordnet. So sind Änderungen immer nachvollziehbar. Man arbeitet demnach mit Transparenz anstelle von Vertrauen

Gerade in Hinblick auf komplexe logistische Prozesse, an denen viele Partner beteiligt sind, kann eine Technologie, die Abläufe in Echtzeit abbildet und durch die man lückenlos nachvollziehen kann, was geschieht, sehr hilfreich sein. Dafür müssen Logistikunternehmen jedoch ihre Daten digitalisieren und einen branchenweiten Standard aufbauen. Ist dieser implementiert, kann ein Ökosystem von Lieferkettenpartnern gebildet und Blockchain in einer gemeinsamen Umgebung genutzt werden. 

Smart Contracts könnten ein neuer Standard werden, bei denen durch die Blockchain kommuniziert und gehandelt wird. Dabei werden viele Abläufe automatisiert, und weitere Systeme können kreiert werden, da Blockchains autonome und überaus effiziente Systeme zur Speicherung und Transaktion von Daten sind. Dies schafft einen riesigen Sprung in Sachen Effizienz und wird sich positiv auf die Versanderfahrung vieler Kunden auswirken. Werden die Voraussetzungen erfüllt, kann man diesem Trend bald folgen..

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6. Steigerung der Effizienz durch das IoT

Einen weiteren Fortschritt in Sachen Effizienz innerhalb der Lieferkette schafft das Internet of Things oder kurz IoT. Hierbei geht es um die Live-Standortverfolgung, welche durch den Einbau von GPS-Sensoren in verschiedenen Transportmitteln möglich gemacht wird. Man spricht von physischen Geräten, die Daten automatisch übermitteln und überwachen. Dies spart Kosten und Zeit.

Da das IoT in der gesamten Lieferkette einsetzbar ist, kann es von der Bestandsverwaltung bis hin zur Messung der Nachfrage eingesetzt werden, um schneller auf Kundenwünsche zu reagieren. Die Datenübermittlung steigert die Transparenz in solchen Prozessen und bietet Echtzeitsichtbarkeit von Waren, denn wenn die Standortdaten während der Lieferung von Waren dauerhaft sichtbar sind, können Probleme besser nachvollzogen und darauf reagiert werden. Richtig genutzt, kann es die Effizienz erhöhen und Ausfallzeiten minimieren.

Fazit

Die Kundenerwartungen steigen kontinuierlich und setzen die Logistikbranche sowie jeden, der Ware versendet, unter wachsenden Druck. Die Kundenzufriedenheit rückt weiter in den Fokus, wenn man mit seinem Unternehmen erfolgreich am Markt bestehen und in andere Länder expandieren will.

Durch Fortschritte bei aufstrebenden Technologien werden spannende Lösungen geboten, die für große und erfahrene Player geeignet, doch für viele Unternehmen umständlich einzuführen sind oder sich noch nicht lohnen. Um dennoch mithalten zu können, hilft es, sich einen Versandpartner zu suchen, der viele Lösungen vereint und mit Expertise unterstützen kann.

Mit Seven Senders als Partner haben Sie die wichtigsten Logistik-Lösungen zusammen mit einer ausführlichen Beratung in einem Ansprechpartner. Somit können alle Kundenwünsche einfach bedient werden, und Ihre Lieferkette befindet sich immer auf dem aktuellsten Stand. 

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